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Email: gde@soechau.steiermark.at   

Letzte Aktualisierung am 24. Jänner 2012  

 

Politik: Tagesordnung der GR-Sitzung vom 25.1. Kurzinfo: "Biosprit"
Service: für 2012: Apothekenbereitschaft, Notdienste,
        Entsorgungs- und  Buschenschankkalender,
Politik: Bericht der GR-Sitzung vom 28.11.
   

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Kurzinfo

 

„Biosprit“ – Energie für Motoren statt Essen für Menschen


   2009 beschloss die EU unter Berufung auf Klimaschutz und Verringerung der Abhängigkeit von Erdölimporten, dass bis 2020 mindestens 10 Prozent des Kraftstoffs aus „erneuerbaren Quellen“ stammen müssen. Diese Agro-Kraftstoffe, beschönigend als „Biosprit“ oder „Biodiesel“ bezeichnet, werden fast ausschließlich aus Nahrungsmitteln hergestellt (Weizen, Mais, Zuckerrohr, Ölpalme, Raps, Soja).
   In Deutschland entbrannte bereits 2011 eine heiße Diskussion, nachdem E10-Treibstoff (Benzin mit 10 Prozent Ethanolanteil) eingeführt worden war.
   Durch die höhere Alkoholbeimischung können Aluminium (Motoren, Benzinpumpen) oder Kunststoffteile (Dichtungen, Kraftstoffschläuche) angegriffen werden. Aus Angst vor Motorschäden stiegen viele Autofahrer auf das teurere Super mit 5% Ethanolanteil um.
   In vielen Studien werden inzwischen sowohl die angeblichen Umweltvorteile („klimaneutral“) massiv in Zweifel gezogen als auch die teilweise katastrophalen gesellschaftlichen Folgen kritisiert. Neben großen Umweltorganisationen und kirchlichen Gruppierungen haben sich daher vor kurzem auch die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO), die Weltbank, die OECD, das Welternährungsprogramm (WFP) u.a. mit folgenden Argumenten klar gegen eine weitere Förderung von Agro-Kraftstoffen ausgesprochen:

-  Verdrängung von Nutzpflanzen durch Energiepflanzen führt zu weltweit stark steigenden Lebensmittelpreisen und damit zu Unterernährung und Hunger bei ärmeren Bevölkerungsschichten.
-  Negative Energiebilanz bei Einrechnung von Dünger- und Pestizidproduktion, Maschineneinsatz und der Prozessenergie für die Verarbeitung – es muss mehr Energie aufgewendet werden, als man am Ende herausbekommt!
-  Höhere Klimabelastung (CO2-Freisetzung) durch Rodung von Regenwald bzw. Torfwäldern für Soja-, Zuckerrohr- und Palmölplantagen in den Exportländern Brasilien, Indonesien und  Malaysia.

   Trotz dieser weltweiten Kritik soll 2012 auch in Österreich E10-Treibstoff eingeführt werden.
In der EU wird die Herstellung von Agro-Kraftstoffen mit jährlich etwa 3 Milliarden Euro Steuergeldern subventioniert. Es geht also vor allem um eine teure Förderung der Agrarindustrie – und um eine menschenverachtende Politik.


GR Erich Meister



Als Obmann im Fachausschuss für Landwirtschaft, Umwelt und Katastrophen wünsche ich allen Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Söchau

Frohe Weihnachten sowie Gesundheit und Erfolg im Jahr 2012 !
 

 
 

Nahwärme Söchau

     Nachdem im Juni eine große Anzahl von SöchauerInnen Interesse an einer Nahwärmeversorgung im Kräuterdorf gezeigt hat, ist der ursprüngliche Elan der Betreiber scheinbar verflogen.
     Auf Anfrage hat Ing. Nestelberger nun mitgeteilt, dass sich das Projekt aus fördertechnischen Gründen heuer nicht mehr realisieren lassen wird, aber zu Beginn 2012 umgesetzt werden soll.

pdf-Datei des Info-Vortrages vom 17. Juni 2011